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“Pfenning” kommt nun auch in Hirschberg an

Dienstag, 26. Januar 2010
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Guten Tag!

Hirschberg, 26. Januar 2010. Die geplante und heftig umstrittende Ansiedlung der Unternehmensgruppe Pfenning in Heddesheim kommt nun in Hirschberg an. Die GAL befürchtet einen Kollaps des Kreisels im Hirschberger Gewerbegebiet und rechnet mit einer zusätzlichen Verkehrsbelastung der B3 und damit der Hirschberger Bevölkerung. Das hirschbergblog dokumentiert die Pressemitteilung.

Pressemitteilung der Bündnis90/Die Grünen Heddesheim, GLH Hirschberg

Grüne befürchten Kreisel-Kollaps und weitere Verkehrsbelastungen in den Ortsdurchfahrten

chemielager

Pfenning-Werbung. Das Unternehmen verkauft bereits sein Lager, obwohl diese weder genehmigt noch gebaut sind. "Womit fordern Sie uns heute heraus?" Klicken Sie auf das Bild für eine größere Darstellung. Quelle: pfenning logistics

Seit die Spedition Pfenning im Februar des letzten Jahres angekündigt hatte, ein Logistikzentrum mit 200 bis 400 täglichen LKW-Abfertigungen zu errichten, kommt die Diskussion in Heddesheim nicht zur Ruhe.

Vor allem die ungelöste Verkehrsproblematik, verbunden mit Lärm und Abgasen, hat aus Sicht der Grünen Fraktion im Heddesheimer Rat weit reichende Konsequenzen auch für die Nachbargemeinde Hirschberg.

Nach ihren Berechnungen bedeuten Abfertigungen in der von Pfenning angegeben Dimension nämlich täglich etwa sechs- bis achthundert zusätzliche LKW-Bewegungen aus und in das nördliche Heddesheimer Gewerbegebiet. Hinzu komme weiterer Zuliefererverkehr und der Individualverkehr der Berufpendler.

Eine von den Heddesheimer Grünen erzwungene Bürgerbefragung im September fand letztlich nur eine knappe Mehrheit für die Ansiedung eines Logistikzentrums nördlich der Benzstraße im bereits bestehenden Heddesheimer Gewerbegebiet.

„Erkauft“ wurde die dünne Zustimmung der Heddesheimer Bevölkerung durch eine „öffentlich-rechtliche Vereinbarung“ zwischen der Gemeinde Heddesheim und der KMP Holding GmbH, der Führungsgesellschaft der Pfenning-Gruppe. Diese beinhaltet u.a. das Versprechen der Spedition für LKW über 18 Tonnen als Ab- und Anfahrtsweg die östliche Erschließung in Richtung Autobahn A5 zu nutzen, um den Schwerlastverkehr von den Ortsdurchfahrten Heddesheims, inklusive der Ringstraßenumgehung fernzuhalten.

Bei einem Stau auf der A5, in Nord- wie in Südrichtung, hat der Lastverkehr der Spedition damit keine Möglichkeit nach Westen, durch Heddesheim oder über die „Ringstraße“ auszuweichen um etwa das Viernheimer Dreieck oder das Weinheimer Kreuz zu erreichen. Die Grünen in den beiden Nachbargemeinden befürchten nun, dass ihnen in diesem Falle nur der Weg über die B3 Richtung Norden und Süden bleibe.

Und die Pfenning-LKW sind nicht die einzigen, die diesen Weg nehmen werden. UPS, Hermes, Schüchen, „Heimkehrende“ und zuliefernde LKW für EDEKA kommen hinzu. Und dann gibt es noch Anwohner, weitere Betriebe, sowie den Einkaufsverkehr. Nicht zu vergessen der ÖPNV.

Die Gemeinde Hirschberg ist nun, da der Prozess der Offenlage bevorsteht, als Nachbargemeinde und als Träger öffentlicher Belange gefordert, zu den vorliegenden Expansionsplänen im Heddesheimer Gewerbegebiet Stellung zu beziehen. Unmittelbar betroffen ist die Gemeinde Hirschberg ohnehin, weil der zusätzliche Fernverkehr über den so genannten Hirschberger Kreisel beim Gewerbepark auf die A5 abgeleitet werden soll.

Die Heddesheimer Grünen sind daher der Meinung, dass ein qualitatives Gutachten der Leistungsfähigkeit der beiden in unmittelbarer Nachbarschaft bestehenden Kreisverkehrsplätze und besonders ihrer wechselseitigen Bedingtheiten und Einflüsse dringend erforderlich ist. „Bislang haben wir eine isolierte Betrachtung nur eines Kreisverkehrs, den in Heddesheim, durch das Gutachten“, so Günther Heinisch, der für die Heddesheimer Grüne Fraktion im Gemeinderat die Verkehrsproblematik bearbeitet.

Nach allem, was die Gutachter Leutwein, Köhler & Partner zur Situation am westlich gelegenen Heddesheimer Kreisel, der die derzeitige Erschließung des Gewerbegebietes gewährleistet, formulieren, wäre eine Aufweitung des Hirschberger Kreisels, ein so genannter Bypass, möglicherweise sogar ein Totalumbau unausweichlich, so Heinisch. „Bevor wir in die abschließende Planung unseres Gewerbegebietes gehen, muss zudem ein neues Verkehrgutachten her.“

Dieser Ansicht schlossen sich auch die Hirschberger Grünen an. Die Hirschberger Grünen sehen darüber hinaus keinen Grund, der die Gemeinde Hirschberg daran hindern sollte, einen gleich lautende „öffentlich-rechtliche Vereinbarung“ mit der Firma Pfenning, welche eine Selbstverpflichtung der Spedition die Hirschberger Ortsteile zu meiden beinhaltet, als Bedingung für die Hirschberger Zustimmung zum Heddesheimer Bebauungsplans zu fordern.

Die Heddesheimer und die Hirschberger Grünen vereinbarten einen regelmäßigen Informationsaustausch und enge Abstimmungen im gemeinsamen Vorgehen gegen die drohenden Belastungen der Bevölkerung durch den wachsenden Schwerlast- und Individualverkehr.”

Einen schönen Tag wünscht
Das hirschbergblog

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1 Kommentar zu ““Pfenning” kommt nun auch in Hirschberg an”

  1. jawiejetzt?

    Guten Tag,

    räumlich liegt Pfennig, so er denn da hin kommt wo er hin will wesentlich näher an Hirschberg denn an Heddesheim. Insofern ist er auch ein Hirschberger Problem.

    Daß bei einer Spedition, die natürlich hauptsächlich über Autobahnen fahren will, sofern ihr das gelingt, aber auch die Zubringerstraßen, Ausweichstrecken und Schleichwege betroffen sein werden kann nicht wirklich überraschen. Möglicherweise werden auch die Hirschberger viel mehr Verkehrsbelastung zu tragen haben als die Heddesheimer, denen aber das Geld zufließt, sofern Pfenning irgendwann einmal tatsächlich Gewerbesteuer zahlen würde.

    Hirschberg und seine Verantwortlichen aller politischer Couleur tun gut daran, sich das was da auf die Gemeinde, vor allem im Ortsteil Großsachen, auf sie zu kommt genau zu betrachten. Für ihren lächerlich klein geratenen Kreisel, der in Zukunft so viel zu leisten haben wird, sollten sie ein eigenes unabhängiges Gutachten fordern. Besser sogar eines, das auch die Autobahn selbst mit untersucht. Wie oft kann man den Ausblick auf Hirschberg genießen, weil man an der Stelle auf der A5 steht?

    Sie sollten auch einmal den Nachbarn Heddesheim fragen, wie es sein kann, daß jemand mit dem man so gut kooperiert in Sachen Haupt- und Werkrealschule – wie immer da ausgeht – einen Vertrag zur Lösung von eigenen Verkehrsproblemen schließen kann, der zu Lasten des Nachbarn gehen muß und das im Heimatort als großen Durchbruch verkauft.

    Und das kann nur der Anfang einer Fragenlawine sein, die sich im Zusammenhang mit Pfenning für die Hirschberger auftut.

    Einen schönen Tag noch.

    PS Hier hat sich wohl etwas Text eingeschlichen, der da nicht hingehört?

    Er erwartet erhebliche Einschränkungen durch die zusätzliche Belastung der L541 (Autobahnzubringer) für den Individualverkehr und Pressemitteilung Pfenningverkehr 20100123 Wir bitten um Abdruck vor allem den Öffentlichen Nachverkehr (Buslinie Hirschberg-Heddesheim) als Zubringer zum S-Bahnhof Heddesheim/Hirschberg. Schließlich liegen die Haltestellen auf der Brücke.

    #12

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